Public Coffee Roasters Kaffeerösterei Hamburg-Entenwerder

Blend

Bei einem „Blend” Kaf­fee sind die Kaf­fee­boh­nen nicht bis zum Anbau­ge­biet zurück­ver­folg­bar, denn es han­delt sich – wie das aus dem Eng­li­schen stam­men­de Wort schon sagt – um eine Mischung. Wäh­rend bei einem „Sin­gle Ori­gin” Wert auf die spe­zi­fi­zier­ba­re Kaf­fee­sor­te gelegt wird, die aus einem spe­zi­el­len Anbau­ge­biet stammt, ist es bei einem „Blend” beson­ders wich­tig, aus ver­schie­de­nen Kaf­fee­sor­ten ein run­des, har­mo­ni­sches Geschmacks­er­leb­nis zusam­men­zu­stel­len. Hier geht es nicht um das ori­gi­nä­re Aro­ma einer Sor­te, son­dern um das kom­po­nier­te aus­ge­wo­ge­ne Endergebnis.

Auch wenn beim „Blend” meh­re­re Sor­ten Kaf­fee gemischt wer­den, heißt das nicht, ein sol­cher Kaf­fee wäre nichts für Genie­ßer: Gera­de bei einer Vor­lie­be für den stets glei­chen Kaf­fee­ge­schmack nach dem Auf­ste­hen oder zum Stück­chen Kuchen bei der tra­di­tio­nel­len „Kaf­fee­ta­fel” ist ein „Blend” die per­fek­te Wahl. Hier kann der Genuß mit einem garan­tiert gleich­blei­ben­den Kaf­fee­aro­ma u.a. Erin­ne­run­gen aus ver­gan­ge­nen Zei­ten her­vor­ho­len. Wer sei­nen Geschmack des Kaf­fees immer wie­der erle­ben möch­te, der ver­mei­det Expe­ri­men­te und Aro­ma­än­de­run­gen bzw. Aro­ma­schwan­kun­gen, die sich auf­grund wech­seln­der Wachs­tums­be­din­gun­gen häu­fig ergeben. 

Da Kaf­fee ein Natur­pro­dukt ist, wir­ken sich Wet­ter­be­din­gun­gen, Umwelt­ein­flüs­se oder auch Schäd­lings­be­fall mit jeder neu­en Ern­te in unter­schied­li­chen Stär­ken aus. Des­halb ist mit jeder neu­en Ern­te eine Ände­rung des Mischungs­ver­hält­nis­ses not­wen­dig, damit ein „Blend” sei­nen bis­he­ri­gen Geschmack auch mit der Ver­ar­bei­tung der neu­en Ern­te behält. 

Mit­hil­fe des Mischens kön­nen auch nicht gewoll­te Aro­men einer Kaf­fee­sor­te durch das Hin­zu­fü­gen einer ande­ren Kaf­fee­sor­te und ihren Aro­men in den Hin­ter­grund tre­ten und dadurch den beab­sich­tig­ten Gesamt­ein­druck des „Blend” Kaf­fees abrun­den. Beim „Blend” wird das Bes­te jeder Kaf­fee­sor­te zu einem per­fek­ten Gan­zen gemischt. 

Der immer gleich­blei­ben­de Geschmack macht den „Blend” beson­ders bei Ein­zel­han­dels­ket­ten beliebt. Hat ein Super­markt bzw. ein Kaf­fee­ver­trieb „sei­ne” Mischung ent­wi­ckelt, soll der Kun­de jeder­zeit auf die­sen Geschmack der Mischung ver­trau­en kön­nen. Das stets glei­che Pro­dukt mit dem garan­tiert glei­chen Geschmack. Aus die­sem Grund ist es ver­ständ­lich, dass regel­mä­ßig pro­biert und gege­be­nen­falls die Mischung ange­gli­chen wer­den muss.

Vor­ge­nom­men wird die Mischung der Boh­nen vor oder nach der Rös­tung. Ver­ant­wort­lich dafür ist der Rös­ter. Wäh­rend ein „Sin­gle Ori­gin” nicht so stark gerös­tet wird, erfährt die „Blend”-Bohne meis­tens eine dunk­le Rös­tung, aber es kön­nen in einem „Blend” auch Boh­nen mit unter­schied­li­chem Röst­grad vor­kom­men. Wich­tig ist vor allem der har­mo­ni­sche Geschmack des End­pro­duk­tes. Und ein „Blend” Kaf­fee ist nicht auto­ma­tisch mit min­de­rer Qua­li­tät gleich­zu­set­zen, denn auch eine Mischung kann aus her­vor­ra­gen­den Ein­zel­kom­po­nen­ten bestehen!

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