Filterkaffee

Fil­ter­kaf­fee

Der Fil­ter­kaf­fee ist eine in Deutsch­land und in den USA weit ver­brei­te­te Art der Kaf­fee­zu­be­rei­tung, die 1908 von Melit­ta Benz erfun­den wur­de. Hier­für wird Kaf­fee­pul­ver in eine Fil­ter­tü­te gege­ben und mit hei­ßem Was­ser über­gos­sen.

Fil­ter­kaf­fee wird meist mit Kaf­fee­ma­schi­nen auf­ge­setzt, die das erhitz­te Was­ser tropf­chen­wei­se auf das Kaf­fee­pul­ver geben.

Natür­lich kön­nen Sie Fil­ter­kaf­fee auch ohne Maschi­ne her­stel­len, indem Sie das Was­ser mit einem Was­ser­kes­sel erhit­zen und dann schwall­wei­se über das Kaf­fee­pul­ver gie­ßen. Durch die­se „Schwall­me­tho­de” kom­men das Kaf­fee­pul­ver und das Was­ser bes­ser mit­ein­an­der in Kon­takt, außer­dem führt die­se Metho­de zu einer gerin­ge­ren Kon­zen­tra­ti­on von Bit­ter­stof­fen in dem fer­ti­gen Kaf­fee. Nach Erfin­dung des Kaf­fee­fil­ters war dies die übli­che Art der Zube­rei­tung von kaf­fee­satz­lo­sem Kaf­fee, bevor die beque­me­ren Kaf­fee­ma­schi­nen ihren Sie­ges­zug antra­ten.

Kaffeefilter

Als Erfin­de­rin des Fil­ter­kaf­fees gilt die säch­si­sche Haus­frau Melit­ta Bentz. Um kei­nen Kaf­fee­satz mehr im fer­ti­gen Kaf­fee zu haben, expe­ri­men­tier­te sie mit Lösch­blät­tern aus den Schul­hef­ten ihrer Söh­ne, als Fil­ter dien­te ein Mes­sing­topf, in des­sen Boden sie selbst mit einem Nagel Löcher geschla­gen hat­te. Das kai­ser­li­che Patent­amt erteil­te Melit­ta Benz für ihr Kaf­fee­fil­ter am 20. Juni 1908 Gebrauchs­mus­ter­schutz, am 15. Dezem­ber mel­de­te Melit­ta Benz ihr Unter­neh­men mit einem Eigen­ka­pi­tal von 73 Pfen­ni­gen beim Dresn­der Gewer­be­amt als „kauf­män­ni­sches Agen­tur- und Kom­mis­si­ons­ge­schäft” an. Das Unter­neh­men, dem Melit­ta Benz ihren Namen gab, ist heu­te noch eine erfolg­rei­che Unter­neh­mens­grup­pe.