Public Coffee Roasters Kaffeerösterei Hamburg-Entenwerder

Inves­tie­ren in Kaf­fee

Kaf­fee kann man nicht nur als Getränk genie­ßen, son­dern auch mit ihm han­deln. Er gilt als eines der belieb­tes­tes Geträn­ke welt­weit. Allein dadurch steigt – bedingt durch die wach­sen­de Bevöl­ke­rung – der Ver­brauch. Neu­er­dings ist der Kaf­fee als Getränk auch in Chi­na ange­kom­men und wird dort immer belieb­ter.

Ein Anle­ger, der sich für Kaf­fee inter­es­siert und mit dem Kaf­fee­preis spe­ku­lie­ren möch­te, muss sich bewusst sein, dass es sich bei Kaf­fee um ein Natur­pro­dukt han­delt. Daher ist das Pro­dukt enorm von den Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen abhän­gig. Wird durch ein Unwet­ter oder z.B. Frost die gesam­te Ern­te in einem Haupt­an­bau­ge­biet ver­nich­tet, ist eine wesent­lich gerin­ge­re Men­ge an Kaf­fee im Ange­bot. Das Anbau­ge­biet für Roh­kaf­fee liegt aus­schließ­lich im Äqua­tor­raum, wobei die Sor­te Ara­bi­ca sogar nur im Hoch­land wächst. Da die Pflan­ze auf spe­zi­el­le Gege­ben­hei­ten beim Anbau ange­wie­sen ist, kann das Anbau­ge­biet nicht gren­zen­los ver­grö­ßert wer­den. Bei einer neu ange­leg­ten Pflan­zung kann frü­hes­tens nach drei bis vier Jah­ren die ers­te Ern­te ein­ge­fah­ren wer­den. Der höchst-mög­li­che Ertrag lie­fert eine Kaf­fee­plan­ta­ge in einem Zeit­raum von acht Jah­ren.

Für ein Roh­stoff-Invest­ment heißt das, die ange­bo­te­ne Men­ge an Roh­kaf­fee sta­gniert, wäh­rend auf lan­ge Sicht der Bedarf und die Nach­fra­ge stei­gen wer­den. Folg­lich ist mit nach oben gehen­den Prei­sen zu rech­nen. Außer­dem hal­ten die Ent­wick­lung von neu­en Trends und neu­en Spe­zia­li­tä­ten den Kaf­fee­ge­nuss attrak­tiv und den Preis eher hoch. Durch die wit­te­rungs­be­ding­te Ver­nich­tung einer Ern­te kann das Preis­ni­veau eben­falls stark nach oben gehen. Kommt es dage­gen zu einer star­ken Über­pro­duk­ti­on, zeigt sich das im deut­lich sin­ken­den Kaf­fee­preis.

Unge­fähr 50 Staa­ten der Drit­ten Welt gel­ten als abhän­gig von den Devi­sen­er­lö­sen durch den Kaf­fee-Export. Auf­grund der attrak­ti­ven Devi­sen­er­lö­se haben sich die Staa­ten in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht auf den Roh­kaf­fee kon­zen­triert und fol­ge­rich­tig ver­sucht, die Prei­se dadurch sta­bil zu hal­ten, dass künst­lich eine Ver­rin­ge­rung des Ange­bo­tes erfolg­te.

Durch die­se Beson­der­hei­ten beim Roh­stoff Kaf­fee sind plötz­li­che Preis- und Kurs­schwan­kun­gen kei­nes­wegs sel­ten. Des­halb soll­ten Anle­ger bei die­ser Art von Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­ten auf extre­me Schwan­kun­gen vor­be­rei­tet sein. So beob­ach­ten erfah­re­ne Anle­ger regel­mä­ßig die Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se und infor­mie­ren sich stän­dig über Wet­ter­vor­her­sa­gen in den Anbau­ge­bie­ten der Kaf­fee­boh­ne, um früh­zei­tig auf zu erwar­ten­de Ange­bots­eng­päs­se reagie­ren zu kön­nen.