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Beiträge zum Thema ‘Wiener Kaffeehaus’

Kaffee in der Tradition der Wiener Kaffeehäuser, eine Kaffeevielfahrt mit Charme.

 

Einspänner

Einspänner • Photo: Veniamin Kostitsin-Teterin

Der Einspänner ist ein großer Schwarzer im Glas mit sehr viel Schlagobers, serviert mit einem extra Staubzucker-Streuer am Tablett. Traditionell wird der heiße Kaffee durch das kalte Schlagobers getrunken.

Der Einspänner besteht aus einem kleinen Schwarzen, auf den eine große Haube aus geschlagenem Obers, also aus geschlagener Sahne, gesetzt wird. Serviert wird der Einspänner in einem Glas mit Henkel.

Die Bezeichnung „Einspänner“ stammt noch aus der Zeit der Pferdekutschen: Einspänner war die Wiener Bezeichnung für Kutschen, die für alle verschiedenen Aufgaben benutzt wurden wie heutzutage Taxis oder Botendienste. Der Einspänner-Kaffee war bei den Kutschern beliebt, denn aufgrund der dichten Obersdecke blieb er lange warm und konnte die frierende Hand eines Kutschers durch das Glas wärmen, außerdem verhinderte das geschlagene Obers ein Verschütten des Kaffees. Musste der Kutscher dagegen rasch losfahren, so verrührte er das kalte Obers mit dem Kaffee und konnte den dadurch abgekühlten Einspänner rasch trinken.

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Kaffee verkehrt

Photo: Dirk Schneider

Der „Kaffee verkehrt“ ist die Wiener Art des Milchkaffees. Der Kaffee verkehrt besteht aus viel Milch mit wenig Kaffee.

Typischerweise nimmt man für den Kaffee verkehrt doppelt so viel Milch wie Kaffee. Das Verhältnis von Kaffee und Milch ist also genau anderes herum („verkehrt“) wie bei normalem Kaffee, etwa einem Braunen.

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Wiener Melange

Wiener Melange • Photo: Rüdiger Wölk

Das französische Verb melanger bedeutet mischen. Und so ist auch die Wiener Melange eine Mischung aus Kaffe und Milch, sie ist ähnlich einem Cappuccino.

Für eine Melange wird ein Verlängerter in eine große Kaffeschale gegeben und anschließend mit etwa gleich viel heißer Milch aufgefüllt. Hierauf wird dann noch Milchschaum gesetzt.

 

Franziskaner

Wenn Sie für die Haube statt des Milchschaums Schlagobers verwenden, wird aus der Wiener Melange ein Franziskaner.

 

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Verlängerter

Cafe Bräunerhof, Wien • Photo: Andreas Praefcke

In Wien versteht man unter einem Verlängerten ein kleiner Brauner oder Schwarzer, der nach dem Brühen nochmals mit der gleichen Menge Wasser „verlängert“ wird. Der Kaffee wird damit gestreckt, so dass er nicht mehr so stark schmeckt.

Anders als etwa ein Espresso lungo wird der Kaffee nicht mit der doppelten Wassermenge gebrüht, sondern nach dem (normalen) Brühen mit Wasser verlängert. Dies liegt in der Wiener Art des Kaffeebrühens begründet: Bei Verwendung der doppelten Menge Wassers bereits beim Kaffeebrühen würde der Kaffee zu bitter, da er in der Maschine sowieso schon um einiges länger mit dem Kaffeemehl in Kontakt verbleibt als bei der Bereitung eines italienischen Espressos.

Ein Verlängerter ist auch die Grundlage für eine Wiener Melange oder einen Franziskaner.

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Brauner

Café Central, Wien • Photo: Andreas Praefcke

Wie bei dem Schwarzen gibt es auch einen kleinen Braunen und einen großen Braunen: Ein kleiner Brauner ist ein kleiner Schwarzer, der mit Kaffeeobers serviert wird. Ein großer Brauner ist auch hier eine doppelte Kaffeeportion.

Kaffeeobers? Kennen Sie nicht? Doch, kennen sich sicher: Auf deutsch heißt es Kaffeesahne oder Kaffeerahm. Das Kaffeobers, das den kleinen Schwarzen in einen kleinen Braunen verwandelt, wird traditionell in einem kleinen Porzellankännchen extra am Tablett serviert, damit der Gast selbst das Mischungsverhältnis bestimmen kann.

Neben dem Braunen gibt es auch noch eine „Schale Gold„, bei der ein wenig mehr Kaffeeobers verwendet wird, so dass der Kaffee eine hellere, goldbraune Farbe hat als der Braune.

Nehmen Sie dagegen nur einige wenige Tropfen Schlagobers, so erhalten Sie einen Kapuziner – in Anspielung an die gleiche Farbe der Kutte eines Kapuzinermönches.

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Schwarzer

Cafe Demel, Wien

Als Schwarzer oder Mokka wird in Wien ein schwarzen Kaffee bezeichnet, der wie ein Espresso unter Druck mit heißem Wasser gebrüht wird.

Die Größe des Kaffees können Sie gleich mit wählen: Die Wiener Kaffeehäuser bieten sowohl einen „kleinen Schwarzen“ wie auch einen „großen Schwarzen“ an, der doppelt so groß ist wie ein kleiner Schwarzer.

Die Mindestmenge an Kaffeemehl ist in Österreich übrigens durch Gesetz festgelegt: sie muss mindestens 7,5 g betragen.

Der Schwarze wird, ähnlich wie in einer Espressomaschine, in etwa 60 Sekunden unter Druck gebrüht, wodurch man einen dünnen, kräftig schmeckenden Kaffee erhält. Durch die im Vergleich zum Espresso längere Brühzeit lösen sich beim Schwarzen mehr bittere Gerbstoffe aus dem Kaffeemehl, die in dem bedeutend kürzer gebrühten Espresso nicht enthalten sind.

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