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Liberica

Liberica-Strauch • Photo: DXLINH

Der Liberica-Kaffee ist hauptsächlich im Flachland Westafrikas verbreitet. Daneben finden sich weitere Anbaugebiete des Libericas in Südostasien, insbesondere in Liberia, Sierra Leone, der Zentralafrikanischen Republik, Benin, den Philippinen, Indonesien und Vietnam.

Ungestört wächst die Liberica-Pflanze zu einem kräftigen Strauch oder einem Baum mit einer Wuchshöhe von bis zu 20 Metern heran. Die Laubblätter sind zugespitzt eiförmig bis elliptisch und ledrig mit einem leicht gewellten Blattrand. Die nur 2-4mm kurzen Nebenblätter sind dreieckig bis eiförmig. Die fünf- bis neunzähligen Blüten stehen in blattachselständigen Haufen, die 1-2 cm lange, rote Steinfrucht wird von Vögeln, Fledermäusen oder Nagetieren verbreitet.

Bei der Produktionsmenge ist der Liberica-Kaffee im Vergleich zu Robusta und Arabica nur von geringer wirtschaftlicher Bedeutung, da die Bohnen als vergleichsweise minderwertig angesehen werden. Im Vergleich zu Arabica oder Robusta ist der Liberica härter und saftloser, seine Früchte enthalten weniger Zucker und mehr Koffein.

Darüber hinaus benötigt der Liberica mit 12-14 Monaten den längsten Reifeprozess  neben dem Excelsa. Doch der Liberica hat auch Vorteile beim Anbau:  Die Liberica-Pflanze gilt als widerstandsfähig gegen Parasiten und ist in Produktionsmenge und Lebensdauer sowohl Arabica als auch Robusta überlegen.