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Rohkaffee

Rohkaffee säckeweise

Zunächst müssen die Kaffeekirschen geerntet werdenn. Mit der Kaffeeernte ist der Weg zur genussvollen Tasse Kaffee aber noch lange nicht abgeschlossen, denn mit diesen Kaffeekirschen sind noch etliche weitere Verarbeitungsschritte von Nöten, bevor Sie eine fertige Tasse Kaffee geniessen können. Die erste Arbeitsschritt ist die Verarbeitung zu Rohkaffee.

Von der Kaffeekirche zum Rohkaffee

Die Kaffeekirschen müssen zunächst aufbereitet werden: die Fruchthaut und das Fruchtfleich, die Pulpe, werden von der Kaffeekirsche getrennt, der „Pergamentkaffee“ ist produziert.

Die Kaffeekirsche ist noch von einem Pergamenthäutchen umgeben. Diese wird mittels Schälen entfernt, sowie auch das darunter befindliche Silberhäutchen. Nach diesem Arbeitsschritt hat man nun das Produkt „Rohkaffee“ geschaffen. Der Rohkaffee wird sodann nach Größe und Qualität sortiert und in Säcke verpackt.

Die Aufbereitung der Kaffeekirschen nach der Ernte

Die Aufbereitung der geernteten Kaffeekirschen kann grundsätzlich auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen: durch Nassaufbereitung oder durch Trockenaufbereitung.

Robusta-Kaffee wird typischerweise trocken aufbereitet, nass aufbereitet wird der Robusta-Kaffee nur in Papua-Neuguinea.

Arabica-Kaffee wird dagegen in den meisten Anbauländern nass aufbereitet. Eine Trockenaufbereitung von Arabica findet sich nur in zwei – allerdings großen – Anbauländern: in Brasilien und Äthiopien.

Trockenaufbereitung

KaffeetrocknungNach der Ernte enthalten die frischen Kaffeekirschen etwa 50 bis 60 % Wasser. Bei der Trockenaufbereitung werden die Kaffeekirschen zum Trocknen ausgebreitet und regelmäßig gewendet. Nach drei bis fünf Wochen ist der Wassergehalt in den Kaffeekirschen auf etwa 12 % gesunken. In diesem getrockneten Zustand, der „Rappeldürre“, wird dann die trockene Fruchthaut und die getrocknete Pulpe mechanisch abgeschält.

Nassaufbereitung

EntpulperBei der Nassaufbereitung geht man dagegen einen anderen Weg: Unmittelbar nach der Ernte, spätestens nach 12 bis 24 Stunden, werden die Kaffeekirschen zunächst mit Wasser vorgereinigt und durch Schwemmen vorsortiert. Dann wird maschinell durch einen sogenannten Entpulper die Fruchthaut und die Pulpe abgequetscht, während das Pergamenthäutchen mit dem daran anhaftendem Schleim zunächst noch an den Kaffeebohnen haften bleiben.

Becken für die Kaffeefermentation

Die frisch aus dem Entpulper kommenden Kaffeebohnen werden dann durch einen Schwemmkanal und durch Siebe in die Fermentationsbehälter transportiert und dort einer Fermentation, also einer Gärung , ausgesetzt. Nach einer Fermentationsdauer von 12 bis 36 Stunden hat sich der Schleim verflüssigt und kann von den Kaffeebohnen abgewaschen werden.

Nach dem Waschen werden die Kaffeebohnen dann zum Trocken ausgebreitet, so dass entweder Sonne und Luft oder aber Heißluft die Bohnen trocknen können, bis auch die nass aufbereiteten Kaffeebohnen nur noch einen Wassergehalt von etwa 12 % aufweisen.

Allgemein wird mit der Nassaufbereitung Kaffee höherer Qualität erzielt. Allerdings ist auch der Wasserverbrauch sehr hoch, werden doch bei der Nassaufbereitung 130-150 Liter Wasser benötigt, um 1 kg marktfertigen Rohkaffee zu gewinnen.

Halbtrockene Aufbereitung

Um trotz Wasserknappheit doch noch eine eine höhere Qualität als mit der Trockenaufbereitung zu erzielen, werden in einigen Anbaugebieten die geernteten Kaffeekirschen halbtrocken aufbereitet. Hierzu werden die Kaffeekirschen zunächst gewaschen und, wie bei der Nassaufbereitung, nach dem Waschen die Fruchthaus und die Pulpe weitgehend abgequetscht

Danach verzichtet man jedoch auf eine Fermentierung und trocknet gleich die Bohnen mit dem noch nicht entfernten Permanenthäutchen und dem daran anhaftenden Schleim und restlichen Fruchtfleisch. Schließlich werden dann, wie bei der Trockenaufbereitung, die trockene Haut und das trockene Fruchtfleisch von den Kaffeebohnen abgeschält.